Geräusche als Element der Gartengestaltung II

von Jannick Plath

Wasser bietet vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung der Geräusche in allen Spielarten.
Hier ein paar mögliche Beispiele für akustische Highlights mit Wasser:

Quellstein

Aus Naturstein auch ein optischer Höhepunkt im Garten, fließt das Wasser beruhigend
über den Quellstein in das Kiesbett.
Ein Quellstein läßt sich in Größe und Form an jede Gartenanlage einfügen, egal wie klein
oder weitläufig sie ist. Naturstein lässt in Sachen Farbe und Struktur keine Wünsche offen.
Granit in tiefschwarz, blauer Sandstein oder strahlend weißer Marmor, auf Hochglanz
poliert oder naturbelassen grob behauen; für jeden gibt es den passenden Stein.

Springbrunnen

Funkelnd steigt das Wasser in die Höhe und erzeugt beim Eintauchen in das
Wasserbecken oder den Gartenteich ein harmonisches Geräusch. Von leise plätschernd
bis spritzig klatschend, gut geplant und fachmännisch gebaut ist alles möglich. Gleichzeitig
wird bei einem Gartenteich das Wasser durch eine Fontaine mit Sauerstoff angereichert
und versorgt so seine Bewohner gleichmäßig und ist dabei eine Wohltat für Auge und Ohr.
Der Springbrunnen mit Wasserbecken ist eines der am häufigsten anzutreffenden
Wasserspiele, selbst für den kleinsten Garten findet man eine passende Variante, die sich
in die Gestaltung einfügen lässt.

Stufenbrunnen

Durch die verschieden großen Becken in die das Wasser über die Stufen plätschert,
entsteht ein vielfältiger Klang. Die Höhe der Stufen, die Tiefe und Größe der Becken
beeinflussen die Lautstärke maßgeblich, im Zusammenhang mit der Menge der
Wasserzufuhr.
Daher sollte man neben dem zur Verfügung stehenden Platz die gewünschte Lautstärke
bei der Planung immer im Auge behalten. Sind zum Beispiel Terrassen von Nachbarn in
der Nähe, könnten diese sich in ihrer Freizeit gestört fühlen. Nicht jeder empfindet
plätscherndes Wasser zur jeder Zeit als wohltuend.
Auch die eigene Stimmung kann das Empfinden verändern. Es empfiehlt sich eine
Möglichkeit zur Drosselung oder Abschaltung.

Shishi Odoshi Bambus-Wasserspiel

Aus dem Japanischen Garten kommt das Bambus-Wasserspiel, die Wasserwippe.
Ursprünglich mit dem gleichen Gedanken wie Vogelscheuchen entstanden, dient sie heute
zur Entspannung und Meditation. Es entsteht ein regelmäßiger Ablauf aus dem sich
langsam füllenden Bambusrohr, wobei sich der Ton mit der Füllhöhe stetig ändert, um sich
dann in einem Schwall – einem kleinen Wasserfall gleich – zu entleeren und in die
Grundposition zurückzufallen. Je nachdem, was als Stopper eingesetzt ist, kann der Klang
gestaltet werden; von einem scharfen Knall bis zu einem gedämpften Ton.
Bei kleineren Gärten empfiehlt es sich aus Rücksicht vor Nachbarn, die die Freude an der
japanischen Klangkultur nicht teilen, eher weiche Materialien als Stopper zu verwenden.
Der eigenen Freude tut das keinen Abbruch und unnötige Provokation wird so verhindert.

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