Geräusche als Element der Gartengestaltung I

von Jannick Plath

In der Stille der Herbst- und Wintermonate wird einem die Bedeutung und Wirkung von Geräuschen bewusster; jetzt ist der richtige Moment, um den Klang des Gartens fürs nächste Jahr zu planen.

Heutzutage werden wir im Alltag von allen Seiten mit Geräuschen förmlich überflutet. Morgens starten wir mit dem Wecker, Geräten, die beim Frühstück genutzt werden, dazu spielt das Radio. Auf dem Weg zur Arbeit ist man dem Straßenlärm ausgesetzt und endlich dort angekommen, geht es mit Büro- oder noch stärkerem Werkstattlärm weiter. Oft sind die Sinne dann auf dem Weg nach Hause dann schon völlig überreizt.

Abhilfe schafft eine gezielt geplante Geräuschkulisse im Garten, Ruhe durch harmonische Geräusche in Abwechslung; so wartet die Entspannung schnell zugänglich direkt hinter dem eigenen Haus. Bäume, Pflanzen und Hecken, in denen sich der Wind fangen kann; Lärmschutz durch Terrassenwände und Hecken.

Pflanzen als akustischen Windfang planen

Bambus – als Hecke oder stauden-artig angelegt – fangen auch kleinere Brisen und bieten einen schönen Klang. Wichtig ist hierbei, auf die Sorten zu achten; viele Bambusarten verbreiten sich massiv über ihre Wurzeln. Eine sichere Rhizomsperre ist da unerlässlich, wenn der Garten nicht überwuchert werden soll. In dieser Hinsicht sind die Fargesia Sorten – sie wachsen im Horst und benötigen in der Regel keine Wurzelsperre – ideal. Als alternative Lösung wäre der Chinaschilf empfehlenswert.

Gräser können auch ihren Beitrag leisten, einige weisen bereits durch ihren Namen auf ihre Klangqualitäten hin, unter anderem die Rasselblume.

Vielfältig sind auch Buchen – als Trauerbuche rauschen sie besonders schön. In der Hecke als Sichtschutz gepflanzt fangen sie den Wind und bieten vielen Tieren Unterschlupf.

Generell sind hier Pflanzen mit flexiblem oder offenem Wuchs geeigneter, damit der Wind hindurch streichen kann. Dazu sollten freie Flächen und Windfänger methodisch angelegt werden. So bleibt dem Wind Bewegungsfreiheit, um sich dann dort fangen zu lassen, wo Sie ihn hören wollen.

Vögel als malerische Geräuschkulisse

Wer mehr Vögel im Garten als Sänger begrüßen möchte, sollten neben Hecken eine Futterstelle einplanen. Gärten, die neben Brut- und Versteckmöglichkeiten auch Nahrung bereithalten, werden gerne von den kleinen Sängern angenommen. Dabei kann über das Nahrungsangebot und Art der Futterstelle beinflusst werden, welche Arten angezogen werden. Richtig geplant halten sich die gefiederten Künstler der Natur gerne in Gärten auf – vom zarten Rotkehlchen über eine wilde Spatzen-Schar bis zur Amsel – und tragen mit ihren unverwechselbaren Gesang zur Geräuschkulisse bei.

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