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Gartenteich planen & anlegen Teil I

Ein eigener Teich im Garten

Ein eigener Gartenteich ist der Wunsch vieler Gartenbesitzer, egal ob Zier-, Natur-, oder Schwimmteich. Wasser im Garten fasziniert und beruhigt gleichermaßen. Außerdem erzeugt eine Wasserfläche im Garten eine angenehmes Mikroklima.

Bei der Umsetzung dieses Wunsches gibt es einiges zu beachten. Um eine Teichanlage im Sommer und im Winter erfolgreich zu betreiben, braucht es mehr als ein Loch im Boden und Teichfolie. Der richtige Standort und gute Materialien legen den Grundstein für die Wasser-Oase im Garten.

Faktoren, wie die richtige Bepflanzung und die Auswahl der Fische, spielen genauso eine Rolle, wie korrekt eingesetzte Technik. Ohne eine Teichpumpe und die Zufuhr von Sauerstoff droht der Teich zu vergrünen, Tiere und Pflanzen haben keine gute Lebensgrundlage.

Gartenteich - welche Größe?

Welche Teichgröße für den Garten die richtige ist, hängt von zwei Überlegungen ab. Größe und Geländebeschaffenheit des Gartens und wie der Gartenteich genutzt wird. Soll der Teich ein Zierteich mit optisch ansprechender Bepflanzung sein, oder möchten Sie in dem Teich Fische halten?

Ihr Gartenteich wird Lebensraum für unterschiedliche Pflanzen und Tiere. Selbst wenn Sie keine Fische halten möchten, siedeln sich verschiedene Insektenarten in und um den Teich an. Ein eigenes kleines Ökosystem entsteht innerhalb des Gartens. Damit der Lebensraum für Pflanzen und Tiere solide bleibt, gilt: Je größer der Gartenteich, bzw. sein Volumen, umso stabiler ist das Ökosystem.

Mindesttiefe für den Gartenteich notwendig

Problematisch für den Lebensraum Teich sind große Temperaturschwankungen. Pflanzen und Tiere bevorzugen eine stabile Wassertemperatur. Bei zu großer Wärme im Sommer droht Sauerstoffmangel und Algenbefall. Friert der Gartenteich im Winter bis auf den Grund zu, können die Lebewesen im Teich nicht überwintern.

Bei tieferen und größeren Teichen gibt es im Sommer und im Winter geringere Temperaturschwankungen. Damit Fische, Amphibien und andere Lebewesen im Gartenteich überwintern können, sollte der Teich mindestens 90 Zentimeter tief sein. Teiche ohne Fischbesatz kommen mit einer geringeren Tiefe von 80 Zentimetern aus.

 

Welcher Standort für den Gartenteich?

Egal, ob Zierteich oder Fischteich, der Gartenteich sollte nicht den ganzen Tag über der prallen Sonne ausgesetzt sein. Ein Standort, der zum Teil beschattet ist, oder der für einige Stunden am Tag im Halbschatten liegt, ist ideal.

Laub im Gartenteich sollte vermieden werden. Achten Sie darauf, den Teich nicht direkt unter Laubbäumen anzulegen. Nadelbäume sind kein Problem. Als Bewuchs in Teich-Nähe eignen sich Chinaschilf, Bambus oder Pampasgras. Die Pflanzen haben ein flaches Wurzelwerk, das sich weit ausbreitet. Eine Rhizomsperre (Wurzelsperre) ist von Vorteil, damit die Wurzeln der Pflanzen nicht die Teichfolie beschädigen.

Bei der Anlage von Gartenteichen gibt es rechtliche Vorgaben zu berücksichtigen. Es gibt einen Mindestabstand zur Grundstücksgrenze und zur Straße. Wird der Gartenteich sehr groß geplant, und überschreitet ein bestimmtes Wasservolumen, braucht man eine Baugenehmigung. Die Bundesländer haben dafür unterschiedliche Regelungen und Gesetze.

Wenn kleine Kinder im Garten spielen, oder sich leicht Zugang verschaffen können, sollte der Gartenteich gut einsehbar sein, oder umzäunt werden.

Wann den Gartenteich anlegen?

Einen Gartenteich kann man prinzipiell das ganze Jahr über anlegen. Im Winter herrschen erschwerte Bodenbedingungen und Pflanzen können erst im Frühjahr gesetzt werden. Bei einem frisch angelegten und bepflanzten Teich dauert es eine Weile, bis sich Lebewesen darin ansiedeln und die Bepflanzung dem gewünschten Bild entspricht.

Das Frühjahr eignet sich idealerweise für die Neuanlage des Gartenteichs, damit die Wachstumsphasen der Pflanzen ausgenutzt werden.

Gartenteich anlegen – Wie geht das?

Wenn entschieden ist, wie groß der Gartenteich werden soll und wo er platziert wird, wählt man das Material aus. Dabei stehen verschiedene Materialien und Möglichkeiten zur Auswahl.

Es gibt fertige Teich-Schalen aus Kunststoff oder Beton. Teichfolie eignet sich für eine individuelle Gestaltung. Bewährt hat sich die Gewässerabdichtung mit DERNOTON, einer speziellen Fertigmischung.

Egal für welche Variante man sich entscheidet, man braucht ein entsprechend großes Loch im Boden. Je nach gewünschter Größe des Gartenteiches lässt sich das mit Spaten und Schaufel bewerkstelligen, oder mit einem Minibagger.

Bevor der Teich ausgehoben werden kann, informieren Sie sich, wo auf Ihrem Grundstück Wasserzu- und Ableitungen, Gasleitungen und Erdkabel verlegt sind. Sonst gibt es unter Umständen eine unangenehme Überraschung.

Braucht der Gartenteich eine Pumpe und einen Filter?

Zierteiche, in die wenig Nährstoffe eingebracht werden, brauchen meist keine Pumpe oder einen Filter. Problematisch wird es erst, wenn man Fische halten möchte. Durch Kot und Futterreste kann sich der Nährstoffgehalt im Wasser stark erhöhen. Die Folge ist grünes Wasser durch Algenbildung. Im Sommer bei warmen Temperaturen sinkt zusätzlich der Sauerstoffgehalt im Wasser. Der Teich „kippt um“.

Um das zu vermeiden, installiert man schon beim Teichbau eine Pumpe und einen passenden Filter. Wenn der Teich klar bleibt und ein gutes ökologisches Gleichgewicht hat, kann die Nutzung der Anlage auf wenige Stunden am Tag beschränkt werden.

Gartenteich - Pflege & Gestaltung Teil II:

Wie den Gartenteich bepflanzen?

Pflanzen wachsen und dehnen sich aus. Damit der Gartenteich nicht in kurzer Zeit zu wuchert, oder verlandet, bepflanzt man maximal die Hälfte der Fläche mit blühenden Wasserpflanzen. Zu viele Pflanzen fördern das Algenwachstum im Gartenteich.

Die Bepflanzung beginnt an der tiefsten Stelle des Teiches und dehnt sich dann bis in die Uferzonen aus. So beschädigt man keine bereits gesetzten Pflanzen. Für den Teichgrund eignen sich Pflanzkörbe aus Kunststoff oder Stoff. So lassen sich die Pflanzen problemlos platzieren und können im Zweifelsfall noch einmal neu positioniert werden. Die Pflanzkörbe unterbinden zudem ein unkontrolliertes Wuchern der Teichpflanzen.

Als Maßstab für die Tiefe, in der Teichpflanzen gesetzt werden, nimmt man den Abstand zwischen Triebansatz und Wasseroberfläche. Der Gartenteich lässt sich in verschiedene Pflanzzonen einteilen. Es gibt Unterwasserpflanzen, Tiefwasser-, Flachwasser- und Uferpflanzen. Die Unterwasserpflanzen sind maßgeblich für das biologische Gleichgewicht im Gartenteich verantwortlich.

Welche Pflanzen sind für welche Teichzone geeignet?

Teichpflanzen aus dem Handel haben ein Etikett, auf dem sich eine Pflanzanweisung befindet und Informationen darüber, für welche Teichzone sie geeignet sind.

Pflegeleichte Gräser, wie Bambus, Chinaschilf und Pampasgras, sind ideal für die Uferzone. Sie rahmen den Teich optisch hübsch ein und haben eine praktische Filterfunktion für das Wasser. Die Ufergräser sind winterhart und wachsen im Halbschatten und in der Sonne.

Als Flachwasserzone gilt alles bis zu einer Wassertiefe von 20 Zentimetern. Froschlöffel und Kalmus sind beliebte Pflanzen für die Flachwasserzone. Die Wasserpflanzen sollten nicht zu dicht gesetzt werden, da sie sich ausbreiten. Zwei bis drei Pflanzen pro Quadratmeter sind ausreichend.

Die Tiefwasserzone mit einer Wassertiefe von 30 bis 60 Zentimetern, ist die Heimat der „Königin des Gartenteichs“. Die Seerose gibt es in unterschiedlichen Arten. Sie charakterisieren sich durch die Wassertiefe, die sie benötigen. Eine Seerose sucht man nach der geeigneten Wassertiefe aus, nicht nur nach der optischen Präferenz.

Die Unterwasserpflanzen, wie Wasserpest oder Hornblatt, sorgen für Sauerstoff im Gartenteich. Sie wirken als Filter für schädliche Stoffe im Wasser und verringern die Algenbildung. Hornblatt und Wasserpest benötigen Wassertiefen von bis zu 1,5 Metern und dürfen keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Sie gedeihen am Grund in spezieller Teicherde.

Wann den Gartenteich bepflanzen?

Im Zeitraum von März bis Juni können Wasserpflanzen durch milde Temperaturen und viele Sonnenstunden gut anwachsen.

Gartenteich - welche Fische sind geeignet?

Welche Fische sich für den Gartenteich eignen, hängt maßgeblich von dessen Größe und Tiefe ab. Vom Goldfisch bis zum Koikarpfen ist alles möglich. Auch das Design des Gartenteiches kann eine Rolle spielen. In einen naturnahen Teich mit einheimischen Pflanzen passen optisch einheimische Arten gut hinein. Ein Zierteich mit exotischeren Pflanzen wird durch bunte Fische, wie Goldfische, aufgepeppt.

Egal, welche Fischart den Gartenteich bevölkern soll, die Wasserqualität muss vor dem Einzug der Fische stimmen. Die Wassertemperatur ist um 12° Celsius im Frühjahr ideal und das Wasser sollte einen PH-Wert zwischen 6,5 und 8,5 haben. Ein PH-Wert von 7 ist das Optimum.

Jede Fischart hat unterschiedliche Ansprüche an ihre Umgebung. Einige Fische fühlen sich in großen Schwärmen wohler, andere brauchen mehr Platz für ihr Revier. Bevor man sich Fische aussucht, sollte man sich informieren, was sie brauchen, um artgerecht gehalten zu werden. Die Fische sollen das Ökosystem Teich beleben und Freude beim Beobachten machen. Dafür muss es ihnen in ihrer Umgebung gut gehen.

Den Gartenteich richtig Pflegen

Wenn alle Aspekte rund um die Planung und Anlage des Gartenteiches berücksichtigt wurden, braucht der fertige Gartenteich keine übermäßige Pflege. Es verhält sich ähnlich wie mit einem Blumenbeet, man achtet auf das Unkraut. Der Gartenteich sollte regelmäßig kontrolliert werden. Fallen abgestorbene Pflanzenreste auf, wird das Wasser grün, oder fühlen sich die Fische nicht wohl, ergreift man Gegenmaßnahmen.

Eine Grundregel ist: Je höher der Nährstoffgehalt im Wasser, desto höher die Gefahr von Algenbildung und Ungleichgewicht im Ökosystem. Darum Fische sparsam füttern und die Fischbestände regelmäßig kontrollieren. Für überzählige Fische finden sich meistens begeisterte Abnehmer.

Wann den Gartenteich reinigen?

Eine regelmäßige Reinigung ist nicht nötig, so lange die Wasserqualität gut ist und alle Bewohner des Gartenteichs gedeihen. Organischer Abfall sollte immer zeitnah aus dem Wasser oder Uferbereich entfernt werden. Im Herbst wird das Wasser vom Laub befreit, damit es nicht auf den Grund sinkt und verrottet.

Alle vier Jahre ungefähr kann man den Teich entschlammen, Pflanzen zurückschneiden und den Teich „grundreinigen“.

Warum wird mein Gartenteich nicht klar? - Wie den Gartenteich reinigen

Entscheidend für einen sauberen Teich ist die Wasserqualität. Der PH-Wert zeigt an, wie es um die Wasserqualität bestellt ist. Mittel, um die Wasserqualität zu verbessern, gibt es im Fachhandel. Filteranlagen und Pumpen unterstützen die natürliche Reinigung im Teich. Spezielle Pflanzen und Teichmuscheln haben eine ähnliche Funktion.

Algenbefall ist optisch und für die Teichbewohner ein Problem. Mittel zur Algenbekämpfung gibt es im Fachhandel. Dabei sollte man sich informieren, welche Mittel schonend für die anderen Teichbewohner sind. Die Ursache für den Algenbefall muss abgestellt werden. Eventuell sind die Fischbestände zu groß, oder es treiben zu viele abgestorbene Pflanzen im Wasser, die langsam verrotten.

Der Gartenteich – was ist zu beachten? kurz zusammengefasst

  • die passende Größe für den Garten auswählen
  • bei Fischhaltung an die Mindesttiefe denken
  • den richtigen Standort auswählen: Halbschatten oder stundenweise im Schatten
  • rechtliche Vorgaben beim Teichbau einhalten
  • ideale Zeit für die Neuanlage vom Gartenteich ist das Frühjahr
  • passende Technik für den Gartenteich
  • richtige Pflege das ganze Jahr hindurch
  • Wasserqualität: PH-Wert zwischen 6,5 und 8,5
  • Beratung durch den Fachmann vor dem Fischkauf

Wer baut Gartenteiche?

Wir von der Firma Plath in Bad Segeberg lassen gemeinsam mit Ihnen Ihren Wunsch vom Gartenteich Wirklichkeit werden. Wir planen mit Ihnen Ihren Gartenteich, individuell nach den örtlichen Gegebenheiten.

Als Spezialisten für Gewässerabdichtung von Teich- und Wasseranlagen stehen wir in der Referenzliste von DERNOTON. Diese intelligenten Tonmischungen bestehen aus natürlichen Bodenmaterialien.

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