Großbaumfällung

Unter dem Begriff „Großbaum“ werden alle Bäume zusammengefasst, die eine maximale Wuchshöhe von mindestens 20 Metern erreichen können. Leider gehen von großen Bäumen Gefahren aus, die Sie nicht unterschätzen sollten. Bei starken Stürmen können insbesondere Großbäume mit einer schlechten Standfestigkeit auf benachbarte Häuser oder Grundstücke fallen. Auch herabfallende Äste stellen ein nicht unerhebliches Risiko für Sach- und Personenschäden dar. Aus diesem Grund sollten Sie handeln, bevor der Baum zur Gefahr wird. Erfahren Sie hier, worauf Sie bei einer Großbaumfällung achten müssen.

Welche Gefahren drohen bei der Fällung von großen Bäumen?

Wenn große Bäume gefällt werden, ist die Gefahr für Sach- und Personenschäden noch einmal deutlich größer als bei kleinen oder mittelgroßen Bäumen. Gerade Laien haben oftmals Probleme, die Fallrichtung korrekt einzuschätzen und den Sicherheitsabstand richtig zu planen. Stürzt der Baum in eine andere Richtung, als gewünscht, können dadurch erhebliche Personen- und Sachschäden entstehen. Auch beim ungesicherten Klettern auf den Baum ist das Verletzungsrisiko groß. Aus diesem Grund sollten Sie die Großbaumfällung stets Profis überlassen. 

Welche Vorgehensweisen sind bei der Fällung von großen Bäumen möglich?

Beim Fällen eines Großbaums kommt es auf die richtige Fälltechnik an. Nur so ist es möglich, den Baum gefahrlos zu Fall zu bringen. Je nach Situation, Gelände und Größe des Baums sind unterschiedliche Schnitttechniken möglich. In der Regel kommt eine Motorsäge zum Einsatz.

Die Seilklettertechnik ist eine beliebte Variante, um Großbaumfällungen zu realisieren. Dabei werden die Baumkronen, die Äste oder Stammteile angeseilt und mit Seilbahnen oder Rigging-Systemen kontrolliert gefällt. Dafür klettert eine ausgebildete Person auf den Baum und kann seine gesamte Krone und alle Äste erreichen. Auf diese Weise kann der Großbaum zu Fall gebracht werden, ohne Schäden anzurichten. Der Vorteil der Seilklettertechnik besteht darin, dass durch die spezielle Seiltechnik nahezu jeder Ast eines jeden Baumes erreicht werden kann, auch wenn das Gelände für technische Hilfsmittel wie Kräne oder Hubarbeitsbühnen unzugänglich ist.

Allerdings können Großbäume, die bereits abgestorben oder bruchgefährdet sind, nicht mit der Seilklettertechnik gefällt werden. In solchen Fällen werden Rigging-Systeme mit einer Hebebühne kombiniert, um den Baum kontrolliert zu fällen. Ein Schwerlastkrank kommt zum Einsatz, wenn der Baum einen ungünstigen Standort hat, wodurch der Abtransport erschwert wird. Steht er zum Beispiel in einem Innenhof, so wird die Doppelseilklettertechnik in Kombination mit einem Schwerlastkran angewendet, sodass der Baum gefällt und anschließend direkt entsorgt werden kann. 

 

Rechtliche Vorgaben bei der Baumfällung

Je nachdem, wo sich der Baum befindet und von welcher Qualität er ist, kann es notwendig sein, eine baurechtliche oder naturschutzrechtliche Genehmigung einzuholen, damit der Baum überhaupt gefällt werden darf. Im Zeitraum vom 15. März bis zum 30. September eines Jahres ist es laut § 27 a „Gesetz zum Schutz der Natur“ untersagt, Bäume zu fällen, sofern es sich dabei nicht um eine gärtnerisch genutzte Fläche handelt. Gemäß § 44 „Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege“ müssen die Vorschriften zum besonderen Artenschutz aber generell eingehalten werden.

Große Baumarten

Es gibt einige Baumarten, die dazu neigen, besonders groß zu werden:

Große Nadelbäume

  • Fichten
  • Kiefern
  • Tannen
  • Lärchen
  • Mammutbäume

Große Laubbäume

  • Ahorn
  • Eichen
  • Buchen
  • Birken
  • Eschen
  • Linden

Große Nussbäume

  • Maronenbäume
  • Schwarznussbäume
  • Walnussbäume

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Darüber hinaus existieren noch zahlreiche weitere Baumarten, die 20 bis 30 Meter in die Höhe wachsen können.

Sie planen eine Großbaumfällung?

Wir von der Firma Plath beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um das Thema Großbaumfällung. Gemeinsam finden wir die optimale Methode, um Ihren Baum zu fällen.