Gründünger – natürliche Bodenverbesserung

Nach der Ernte bleiben Beete öfter unbepflanzt, stattdessen kann man Gründünger säen. Der Boden wird verbessert und man muss kein unliebsames Unkraut jäten. Gründünger kann zwischen der Fruchtfolge oder, je nach Sorte, über Winter eingesetzt werden.

Was ist Gründünger?

Als Gründünger bezeichnet man Pflanzen, die nicht gesät werden, um etwas zu ernten, sondern gezielt zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Dabei bietet diese Methode gleich mehrere Vorteile. Der Boden wird geschützt und gelockert, Nützlinge eine organische Nahrungsgrundlage geboten.

Gründünger richtig anwenden - wie sät man Gründünger?

Wählen Sie die zu der von Ihnen geplanten Fruchtfolge und gewünschten Bodenverbesserung passende Sorte Gründünger. Gesät werden kann von März bis Oktober, auch zwischen Pflanzreihen. Zum Beispiel zwischen Erdbeeren oder Beerenbüschen.

Bereiten Sie den Boden vor wie für andere Saaten. Säubern Sie die Pflanzfläche von groben Pflanzenresten und lockern ihn auf. Gründünger Saat sollte breitwürfig oder alternativ mit einem Streuwagen verteilt werden. Nach der Aussaat leicht einarbeiten, mit einer Harke, leicht eintreten oder verwenden Sie eine Rasenrolle. Bei Trockenheit wässern Sie die Fläche vorsichtig.

Gründünger einarbeiten oder untergraben

Nicht winterharter Gründünger kann einfach im Frühling einfach vom Beet abgeräumt werden oder unter gegraben werden. Die Wurzeln müssen nicht entfernt werden. Nach Einarbeitung des Gründüngers sollten Sie den Pflanzenresten mindesten drei Wochen geben sich zu zersetzen. Winterharter Gründünger kann eingearbeitet werden, wenn das Beet neu verplant ist.

Gründünger für den Garten, Hochbeet oder Gewächshaus

Die meisten Pflanzen sind für große und kleine Flächen geeignet. Sie können damit ganze Beete oder gezielt Hochbeete und Gewächshäuser bepflanzen. Für jeden Boden ist eine Gründüngerphase eine Erhohlungs- und Regenerationsphase.

Vorteile und Nachteile von Gründünger

Vorteile

  • Wurzeln lockern den Boden auf
  • Organische Substanzen fördern das Bodenleben
  • Nährstoffe werden gebunden
  • Boden wird befestigt
  • Schutz vor Temperaturschwankungen und Regen
  • Optimierung der Fruchtfolge
  • Für jede Flächengröße geeignet
  • Meist leicht zu entfernen, besonders nicht winterharte Gründünger
  • Kahle Flächen werden begrünt
  • Bodenschädlinge- und kranktheiten werden vermindert
  • Speicherung von Wasser wird verbessert
  • Kein Platz für Unkraut

Nachteile

  • Saat muss zusätzlich gekauft werden
  • Pflanzen müssen ausgesät und untergegraben werden
  • Planung nötig um Fruchtfolgen einzuhalten

Gründünger Sorten und Pflanzen – welche sind wofür geeignet

Fertige Gründüngermischungen sind gut geeignet für den Einstieg. Sie kombinieren verträgliche Pflanzensorten und bieten so mehrere Arten der Bodenverbesserung in einem.

Erhöhung der organischen Bestandteile, Verbesserung der Struktur des Bodens
Gräser & Kleegrasmischung

Schutz vor Bodenerosion, auch über Winter
Dinkel, Chinakohlrübse, Kleegrasmischung & Weidelgras

Stickstoffversorgung für Fruchtfolge
Klee-Luzernen im Mix, Lupine, Erbsen & Ackerbohnen*Esparsette (Türkenklee)Bitterlupine, Winterwicke, Wintererbsen, Senf, Winterrüben/Rübsen, Ölrettisch, Grünhafer & Grünroggen*

Lockerung des Bodens
Luzerne, Feldsalat, Zottelwicke, Ackerbohnen*, Lupinen, Ölrettisch, Luzerne

Schutz vor Krankheiten und Schädlingen
Beseitigung von Wurzelgalnematoden und weitere Fruchtfolgekrankheiten bei Gemüsepflanzen – Kleegras Nematoden Beseitigung und Verringerung von Drahtwürmern – Lupinen & Ackerbohnen*
Verminderung Befall von Kohlhernie und Rettischwärze - Weidelgras
Abwehr von Kohlfiegen und Kohlweißlingen - Inkarnatklee

Unterdrückung von Unkraut
Phacelia – Bienenfreund, Raigräser, Kleegrasbestände, mehrjährig, Winterroggen,

Wasserrückhaltevermögen
Spinat

Welcher Gründünger für welche Saison

Aussaat im Sommer
Winterrüben, Luzernen, Inkarnatklee, Esparsette (Türkenklee)

Aussaat Spätsommer
Weidelgras, Winterwicke, Winterroggen, Bitterlupine, Steinklee, Winterraps, Spinat, Feldsalat, Ölrettich**

Aussaat im Herbst
Gelbsenf**, Dinkel, Wintererbsen

*nicht winterhart

** gehören zur Familie der Kreuzblütler genau wie alle Kohlsorten, daher dürfen sie nicht vor oder nach Kohl in einem Beet gepflanzt werden.

TL:DR Gründüngung

Statt Flächen brach liegen zu lassen, können Sie mit geeigneten Pflanzen gezielt Boden verbessern. Es gibt verschiedene Pflanzen die für unterschiedliche Optimierungsmaßnahmen geeignet sind. Beachten Sie bei der Auswahl die Fruchtfolge. Den geringsten Aufwand bei der Entfernung bieten nicht winterharte Gründüngersorten.

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