Heckenschnitt und -pflege

Eine gesunde und dichte Hecke ist weit mehr als ein gestalterisches Mittel im Garten- und Landschaftsbau. Sie dient als Lärm- und Sichtschutz und gibt dem Grundstück ein gepflegtes Erscheinungsbild. Sie kann Bereiche abgrenzen und empfindlichen Plfanzen Schatten spenden. Darüber hinaus ist sie, je nach Art und Größe, die Heimat von bis zu 900 Tier- und Pflanzenarten. Hecken sind kleine Biotope, die durch die richtige Heckenpflege geschützt und erhalten werden sollten. Nützlinge, wie Vögel, Bienen und Igel nutzen sie als Nahrungsquelle, Unterschlupf und Nistplatz.

Heckenschnitt - Wann sollte man Hecken schneiden?

Wann Hecken zurückgeschnitten werden dürfen, ist wie bei Bäumen und Gehölzen gesetzlich geregelt. Vom 01. März bis zum 30. September dürfen Hecken nicht erheblich zurückgeschnitten, gerodet oder zerstört werden. Es geht darum, nicht die Nistplätze und Nahrungsquellen der Nützlinge zu zerstören, wenn diese in der Brutzeit sind. Ein normaler Heckenschnitt zur Pflege, bei dem störende Triebe/Äste entfernt, oder wenige Zentimeter Höhe reduziert werden, damit die Hecke gerade wird, ist erlaubt.

Für jede Hecke gibt es den Richtigen Zeitpunkt für die Pflege

Grundsätzlich beginnt die Heckenpflege direkt nach dem Pflanzen der Hecke. Trimmen Sie die jungen Pflanzen während der Wachstumsphase so in Form, dass der Haupttrieb unbeschädigt bleibt. Wenn die Hecke die geplante Höhe hat, kappen Sie alle anderen Triebe auf die Hälfte. Ist die erste Wachstumsphase nach der Anpflanzung vorbei, kommt es darauf an, welche Pflanzen Sie ausgesucht haben.

Für wintergrüne Ligusterhecken und Hecken aus sommergrünen Gehölzen, ist der Winter (Vegetationsruhe), der beste Zeitpunkt für den Hauptschnitt. Im Spätsommer können Sie einen zweiten, „kosmetischen“ Schnitt machen.

Damit immergrüne Hecken, oder Hecken aus Nadelgehölzen zu einem dichten Sichtschutz werden, schneiden Sie sie im Herbst oder Frühjahr vor dem Austrieb. Nehmen Sie die neuen Triebe ab, um die verbleibenden Knospen zum Austrieb anzuregen.

Welcher Schnitt zur Pflege für meine Hecke?

Egal, ob Ihre Heckenpflanzen von hohem oder niedrigem Wuchs sind, oder ob es sich um Koniferen handelt, es gilt: eine Hecke sollte sich nach oben hin verjüngen. So bekommen die unteren Bereiche genug Licht. Damit die Hecke ein dichter Sichtschutz bleibt, empfiehlt sich beim Heckenschnitt eine trapezähnliche Form. Bevor Sie Ihre Hecke in Form schneiden, spannen Sie auf der gewünschten Höhe und Breite auf jeder Seite eine gerade Schnur. Prüfen Sie die Schnur mit der Wasserwaage. Wenn alles passt, haben Sie die ideale Linie für einen geraden Schnitt.

Bei Schneebeere, Schwarzdorn, Weißdorn und Liguster fällt  in den ersten Jahren der Heckenschnitt strenger aus, um sie an der Basis zu kräftigen. Die Triebe werden bis etwa 15 cm über dem Boden gekappt. Die Leittriebe dürfen die erwünschte Höhe nicht zu schnell erreichen, sonst verzweigt sich die Hecke an der Basis zu wenig.
Bei buschigen Hecken wie Hainbuche, Buche und Hasel kürzen Sie die größeren Seitenzweige und den Leittrieb zu einem Drittel. Koniferenhecken (z.B. Scheinzypressen) werden leicht an den Seiten korrigiert, der Haupttrieb kann ungehindert auf die gewünschte Höhe wachsen.
Blütenhecken werden nach der Blüte geschnitten, achten Sie darauf, nicht zu viel wegzuschneiden, damit Sie im nächsten Jahr eine prachtvolle Blüte genießen können.

Welches Werkzeug für den Heckenschnitt und die Heckenpflege?

Um die Pflanzen nicht dauerhaft zu beschädigen und Befall mit Pilz vorzubeugen, sollte immer ein scharfes Schneidwerkzeug benutzt werden. Ein Schnitt ist eine Wunde, die die Pflanze reparieren muss. Ein sauberer, glatter Schnitt ist leichter zu heilen, als ein abgebrochener oder gesplitterter Ast. Aufgesplittertes Holz bietet eine größere Angriffsfläche für Pilzsporen und andere Pflanzenkrankheiten. Beim Heckenschnitt sollte nicht am richtigen Werkzeug gespart werden.
Zum Ausputzen von Hecken und für kosmetische Schnitte reicht eine gute Gartenschere. Großblättrige Pflanzen swerden immer mit einer Gartenschere geschnitten. Verletzt eine Heckenschere Blätter, entstehen hässliche braune Stellen. Für kleinblättrige Hecken empfehlen sich elektrische oder manuell betriebene Heckenscheren.

Wann ist Düngen für die Heckenpflege sinnvoll?

Anders als bei anderen Pflanzen in Ihrem Garten, ist Düngen nicht wichtig für das Wachstum ihrer Hecke. Da Heckengewächse tiefe Wurzeln haben, rauben sie anderen Pflanzen wichtige Mineralien. Besonders Rasenflächen, die an die Hecke grenzen leiden darunter. Um das zu vermeiden, kann Düngen der Hecke dennoch sinnvoll sein. Dazu düngen Sie die Hecke zweimal im Jahr kurz vor der Wachstumsperiode. 

Was sollte man bei der Heckenpflege beachten? - Kurze Tipps zur Heckenpflege

  1. Hauptschnitt der Hecke von Oktober bis Februar- denken Sie an die Nützlinge, die in Ihrer Hecke leben
  2. Pflegen Sie Ihre Formhecke jedes Jahr, damit sie dicht und grün bleibt
  3. Sauberer Schnitt mit scharfen Geräten; quetschen, reißen oder splittern ist zu vermeiden
  4. Düngen Sie die Hecke, damit andere Pflanzen und Ihr Rasen in unmittelbarer Nähe gut gedeihen können

Unser Team der Firma Plath Garten- und Landschaftsbau in Bad Segeberg berät Sie kompetent zu allen Fragen rund um Ihre Hecke.

Egal ob es um die Pflege von Bestandshecken geht, oder Sie eine Neuanlage planen, sprechen Sie uns an. Gemeinsam verwirklichen wir Ihre Gartenziele.

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