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Rasen erfolgreich säen

Eine saftig grüne Rasenfläche ist der Wunsch vieler Gartenbesitzer. Wer zwecks Neubau oder Gartenumgestaltung einen Rasen anlegen möchte, kann zwischen fertigem Rollrasen und eigener Aussaat wählen.

Das Preiswertere, wenn auch aufwendigere Verfahren ist die Rasenaussaat. Voraussetzung für eine erfolgreiche Rasenaussaat ist ein lockerer, planierter Boden, der frei von großen Wurzeln, Steinen und Unkraut ist. Qualitativ hochwertige Rasensamen für eine Fläche von ungefähr hundert Quadratmetern kosten je nach Anbieter 30-40 Euro. Diese Hochwertigen Rasenmischungen bilden eine dichtere Grasnabe, als die schnell keimenden günstigen Mischungen. Da man für die Qualitätssaat weniger Samen pro Quadratmeter braucht, ist der Preisvorteil der Billigsaat am Ende gar nicht so hoch. Rasensamen sollten nicht zu lange gelagert werden. Beim Kauf genau auf die Verfalls Daten auf der Verpackung achten. Gräserarten wie Rot-Schwingel sind nur für einen begrenzten Zeitraum keimfähig.

Rasen säen – der richtige Zeitpunkt

Rasensamen sind winterhart. Prinzipiell können sie das ganze Jahr hindurch ausgesät werden. Die besten Ergebnisse, also eine dichte Rasenfläche ohne Unkraut, erreicht man bei einer schnellen Keimung der Rasensamen. Eine Bodentemperatur von mindestens zehn Grad und ausreichend Feuchtigkeit sind ideale Bedingungen. Daher bieten sich die Monate März bis April für die Rasenneuanlage an. Später im Jahr bieten August und September statistisch gute Klimabedingungen.

Wie den Boden für die Rasenaussaat vorbereiten?

Egal ob Rasenaussaat oder Rollrasen, die Fläche muss unkrautfrei sein. Das Erdreich muss gleichmäßig auf eine Tiefe von 20 Zentimeter umgegraben werden. Wer eine größerer Rasenfläche anlegen möchte, sollte sich gut überlegen, ob er mit einem Spaten umgraben möchte. Eine Motorhacke leistet auf größeren Flächen einen besseren Dienst und das Ergebnis ist gleichmäßiger. Ein solches Gerät kann im Fachhandel oder im Baumarkt ausgeliehen werden. Nach dem Umgraben werden Wurzelreste und Steine abgesammelt.

Damit die Rasensaat gut angeht und der neue Rasen wachsen kann, sollte die Mutterbodendecke mindestens 15 Zentimeter dick sein. Schwere und lehmige Böden sollten mit ungefähr 2 Kubikmeter Flussand/Quarzsand auf hundert Quadratmeter aufgelockert werden. Leichte, sehr sandige Böden werden mit circa 10 l Rindenhumus je Quadratmeter aufgearbeitet. Der Boden sollte nach dem Auflockern idealerweise zwei bis drei Wochen ruhen.

Junge Gräser benötigen zum wachsen ausreichend Phosphor. Es gibt speziellen Rasensaatdünger, der vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet werden kann. Mit einem breiten Holzrechen wird der Boden danach glatt geharkt. Ein sogenanntes Planum entsteht. Unebenheiten können dazu führen, dass sich Regenwasser in der Vertiefungen sammelt. Steht permanent Wasser auf der Rasensaat, wächst sie nicht.

In Längs- und Querrichtung wird der Boden jetzt mit einer Walze planiert oder bei kleineren Flächen mit einem Brett oder einer Palette abgezogen. So wird der Boden verdichtet. Damit der Boden sich setzen kann, solle er erneut für ein paar Tage ruhen.

Die Rasensaat aussäen

Das Saatgut nach Packungsempfehlung passend zur vorgesehenen Fläche abmessen, in eine Sähwanne füllen und mit leichtem Schwung gleichmäßig ausstreuen. Dabei sollte es möglichst windstill sein. Wer sich unsicher ist, kann zunächst mit feinem Sand üben, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, oder einen Streuwagen verwenden. Wählen Sie eine gute Rasenmischung aus dem Fachhandel, keine Billig-Sorte wie "Berliner Tiergarten", der zwar schnell keimt, aber keine schöne dichte Grasnarbe bildet und schnell von Unkräutern besiedelt wird. Mit dem Holzrechen anschließend in Längs- und Querrichtung harken, damit die Samen später nach dem Walzen guten Bodenkontakt bekommen, besser keimen und anwachsen.

Die Rasenwalze in Längs- und Querrichtung über die Fläche ziehen; damit ist ein guter Bodenschluss hergestellt. Schließen Sie anschließend einen Schwenkregner an und stellen Sie ihn so ein, dass er die komplette Fläche erreicht. In den folgenden Tagen wird bei regenfreier Witterung circa viermal am Tag kurz beregnet, jeweils etwa für zehn Minuten. Dies ist besonders wichtig, denn gerade während und kurz nach der Keimung sind die Rasengräser am empfindlichsten gegen Trockenheit.

Rasenpflege nach dem Aussäen

Je nach Witterung und Saatgut beträgt die Keimdauer ein bis drei Wochen. Bis zum ersten Mähen sind junge Rasengräser sehr empfindlich gegen Trockenheit. Eine schlechte Wasserversorgung kann zu Wachstumsstockungen führen. Gerade in den ersten Wochen besteht die Gefahr, dass zufliegende oder schon im Boden vorhandene Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Klee oder Gänseblümchen keimen und sich etablieren. Sind die Einzelgräser zu einer dichten Grasnarbe herangewachsen, nimmt diese Gefahr ab. Ist der neue Rasen etwa acht bis zehn Zentimeter hoch gewachsen, wird erstmals gemäht, und zwar auf eine Schnitthöhe von fünf bis sechs Zentimetern. Nach dem ersten Mähen können Sie einen Langzeitdünger ausbringen. Daraufhin beginnen die Gräser sich zu verzweigen und es entsteht eine dichte, voll belastbare Grasnarbe. Frühestens acht Wochen nach der Aussaat können Sie den Rasen voll nutzen.

Erfolgreich nach säen auf strapazierten Rasenflächen

Häufig ist nach dem Winter die Rasenfläche an sich noch intakt, aber einzelne Schwachstellen im Grün sind auszubessern, v.a. abgenutzte oder abgetretene Stellen, ebenso  durch die Schneelast strapazierte Bereiche. Hier ist es sinnvoll, Rasen punktuell zu säen: Die braunen, schwächeren Rasen-Stellen mit einem Rechen auflockern, von Ästen, Laub und störendem Material befreien. Auf den aufgelockerten Boden Gras-Samen gleichmäßig verteilen. Anschließend festdrücken – z.B. mit einem Trittbrett – und vorsichtig wässern, idealerweise konstant feucht halten. Achten Sie bei der Bewässerung des frisch ausgebrachten Grassamens auf eine sanfte Berieselung, ein satter Strahl spült den Samen schnell von der vorgesehenen Stelle weg.

Die Mischung aus Feuchtigkeit und Wärme ist ausschlaggebend für das erfolgreiche Nachsäen – insofern sollte diese Aktion im stabileren Frühjahr durchgeführt werden. Am besten zäunen Sie die Bereich in den ersten Wochen ab oder legen Bretter, sonstige Markierungen aus, damit diese Rasenbereiche nicht betreten und erste zarte Halme wieder zertreten werden.

Idealerweise wird der Rasen ein bis zwei Mal im Jahr gedüngt (Frühling und Herbst) und durch Vertikutieren oder Abrechen von Moos und Filz befreit und damit ausreichend belüftet. So legen Sie die Grundlage für einen satten und gesunden Rasen in Ihrem Garten – über das ganze Jahr.

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