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Rasenpflege im Frühjahr Teil 1: Das Vertikutieren

- so wird's mooslos

Im Frühjahr ist es wieder so weit: Der Rasen muss vertikutiert werden. Das Vertikutieren gehört für uns zu einer Reihe von Maßnahmen der Rasenpflege, die immer im April bis Mai beginnen, je nach Wetter manchmal auch schon früher. Nur dadurch lässt sich das hartnäckige Moos aus dem Rasen entfernen, das an schattigen Stellen besonders gut gedeiht. Woher kommt das viele Moos im Rasen?

Verschiedene Ursachen begünstigen das Wachstum von Moos im Rasen. Zunächst einmal bedarf es der Sporen, aus denen die Moospflanze überhaupt erst wächst. Diese sind im Boden mehr oder weniger vorhanden, sie werden aber auch durch den Wind übertragen. Wie sehr sich das Moos anschließend durchsetzt, hängt von den Umgebungsbedingungen ab. Halbschatten am Waldrand, ein saurer, feuchter Boden und geschwächtes Gras begünstigen das Wachstum von Moos. Der Vertikutierer entfernt dieses Moos und verschafft dem Rasen dadurch wieder optimale Wachstumsbedingungen. Die Gräser erholen sich nach der Filzbeseitigung, sie wachsen vor allem durch gute Pflege und Düngen wieder nach. Wenn der Rasen besonderen Mangelerscheinungen aufweist, eignet sich hierzu Rasenlangzeitdünger. Dieser versorgt den Rasen monatelang ausgewogen mit Stickstoff, Kalium und Phosphor. Stickstoff regt das Gräserwachstum an, Kalium erhöht die Widerstandskraft der Halme, Phosphor schließlich kräftigt die Wurzeln.

Wie regelmäßig muss ich vertikutieren?

Der Vorgang sollte regelmäßig durchgeführt werden, damit die Freude am Rasen erhalten bleibt. Bei starkem Moosbefall die Bekämpfung durch den Vertikutierer mindestens einmal, besser zweimal jährlich erforderlich (im zeitigen Frühjahr und im Spätsommer). Den Beginn setzen viele Gartenbesitzer mit dem Monat April an, wobei eigentlich die Außentemperatur entscheidet. Ab 8 °C beginnen Moose gut zu wachsen, auch der Rasen möchte dann schon wieder etwas emporsprießen. Das ist der perfekte Zeitpunkt für den Beginn dieser Rasenpflege, während sich längere Hitze- und Trockenperioden nicht eignen. Vertikutieren: Durchführung

Zunächst sollte der Rasen auf rund vier Zentimeter gemäht werden, um das Vertikutiergerät zu schonen und die Arbeit zu erleichtern. Beim Vorgang selbst ritzen senkrecht stehende, rotierende Messer die Grasnarbe an, dabei entfernen sie Moos und Mulch. Die Messer werden nach einem Versuch an einer unauffälligen Stelle auf rund drei Millimeter Tiefe eingestellt. Wasser, Nährstoffe und Licht gelangen nun viel besser an die Graswurzeln, das fördert das Rasenwachstum. Vertikutiert wird in unterschiedliche Richtungen, um ein gleichmäßiges Ergebnis bei der Rasenpflege zu erzielen.

 

Rasenpflege im Frühjahr Teil 2: Das Aerifizieren und Sanden
- so bekommt Ihr Rasen wieder Luft

Im zweiten Teil unserer Rasenpflegereihe für den perfekten Rasen soll es um das Aerifizieren und Sanden gehen. Beide Vorgänge sind für eine Rasenpflege bedeutsam, wenn auch längst nicht so bekannt wie das Vertikutieren. Was ist Aerifizieren?

Auch Rasen muss atmen...

Im Begriff steckt schon drin, dass es hier um das Belüften des Rasens geht. Es hilft dem Rasen beim Wachsen. Der Vorgang ist zwar nicht kompliziert, aber viel einfacher mit einer speziellen Maschine durchzuführen. Diese sticht Löcher von rund zwei Zentimetern Durchmesser in den Rasen, wodurch sich der Gasaustausch maximiert. Regenwasser gelangt ebenfalls besser an die Wurzeln, was bei stark verdichtetem Boden wichtig ist. Durch das Aerifizieren wird der Boden locker, anschließend erfolgt das Sanden. Der Sand schafft wiederum Räume für den Sauerstoff im Boden.

Wann bietet sich diese Rasenpflege an?

Nach einer Nachsaat ist Aerifizieren und Sanden immer empfehlenswert. Bei intensiv genutzten Flächen empfehlen wir diese Maßnahme zur Rasenpflege bis zu zweimal jährlich. Sie wird durch viele Privatgärtner nur deshalb nicht durchgeführt, weil es an den entsprechenden Maschinen fehlt. Auch auf Golf- und Tennisplätzen sind wir regelmäßig zum Aerifizieren und Sanden im Einsatz. Was bei Sportplätzen als so wichtig gilt, kann dem Rasen auf öffentlichen Anlagen und im privaten Garten keinesfalls schaden. Wir bieten als Plath Gartenpflege selbstverständlich allen Interessenten diese Rasenpflege an.

Rasenpflege im Frühjahr Teil 3: Mulchen oder normales Mähen? Mulchen - weniger ist mehr...

Der dritte Teil unserer Rasenpflegereihe beschäftigt sich mit dem Mulchen, einer Alternative zum herkömmlichen Rasenmähen, bei der durch den Mulchmäher das sehr kleine Schnittgut in den Rasen eingebracht wird und dort dem Düngen dient. Was passiert beim Mulchen?

Das Schnittgut, das auf dem Rasen liegen bleibt, verottet dort und schließt den Nährstoffkreislauf. Das schont nachhaltig den Boden, denn eine zusätzliche Rasendüngung kann oft komplett entfallen, zumindest wird sie stark verringert. Darüber hinaus gibt es sehr viele Vorteile bezüglich des Komforts: Schließlich muss kein Rasenschnitt entsorgt werden, was sich bei großen Flächen oft als problematisch herausstellt. Rasenschnitt ist nur sehr schwer kompostierbar. Dennoch entscheiden sich private Gärtner mehrheitlich für das klassische Mähen und Fangen (also Auffangen und Entsorgen des Schnittguts). Dahinter steckt das Vorurteil, dass der Rasen auf klassische Weise eben doch besser aussähe, was definitiv nicht stimmt: Der Mulchschnitt ist mit bloßem Auge kaum erkennbar, wenn ein leistungsfähiger Mulcher genutzt wird.

Was sagt die Gartenwissenschaft?

Die Universität Wien hat sich die Schnitttechniken genauer angesehen und auch wissenschaftlich belegen können, dass ein gemulchter Rasen fast oder ganz ohne Dünger wunderbar gedeiht, was sich begründen lässt. Die Rasenzusammensetzung bleibt nämlich durch den Mulchvorgang anstelle eines klassischen Schnitts weitgehend erhalten. Wer hingegen klassisch mäht und auch noch düngt, muss mit einer Artenverschiebung auf dem Rasen zu weniger robusten Gräsern rechnen. Der mit natürlichen, weil ursprünglich von ihm selbst stammenden Nährstoffen versorgte Mulchrasen hingegen lässt kaum Raum für Rasenunkräuter. Das beugt auch der Moosbildung vor. Die Forscher aus Wien belegten eindeutig, dass gemulchte Flächen weniger verfilzen, viel weniger vermoosen und viel mehr Bodenorganismen wie Bodentiere, Bakterien, Einzeller und Regenwürmer beherbergen. Das ist neben dem Komfort und den Ersparnissen unter anderem auch sehr umweltfreundlich.

Welches ist der passende Mulchmäher?

Für das Mulchen bedarf es eines nicht zu leichten Bodens und eines leistungsfähigen Mulchers. Auch sollte der Vorgang bei gutem Wetter (heiß und feucht) mindestens wöchentlich durchgeführt werden, sonst verklumpt der Rasen. Die Halme werden um rund ein Drittel gekürzt, also nicht gar so tief geschnitten wie beim klassischen Mähen. Der Mulcher muss das Schnittgut zudem sehr klein schneiden, was nicht jedes Gerät leistet. Die Husqvarna AutoMover sind bekannte, sehr leistungsfähige und zuverlässige Mulcher, die wir Ihnen an dieser Stelle anempfehlen.

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